Gut hundert Jahre lang war unternehmerische Tätigkeit von der Planbarkeit und damit Vorhersehbarkeit von Märkten geprägt. Diese Zeiten sind vorbei und werden auch absehbar nicht wiederkommen.

„Kundenzentrierung“ ist seit ein paar Jahren das Schlagwort, wenn es darum geht, wie Kunden an Unternehmen und Marken gebunden werden. Die „Customer-Journey“ ist durch eine „360-Grad-Customer-Experience“ ersetzt worden. Warum also, so die naheliegende Frage, wenden wir die erfolgreichen Konzepte aus der Markenkommunikation nicht auch auf Produktinnovationen an?

Mit seiner „Jobs to be done“-Strategie beantwortet Clayton M. Christensen genau diese Frage. Der „Erfinder“ der Dispruption, der vor ein paar Jahren ganzen Welten zum Einsturz brachte, hat eine spannende Theorie entwickelt, wie Innovationen kleine Glückssache mehr sind, sondern planbare Prozesse werden können.

Warum liegen viele Produkte, obwohl sie technisch immer ausgefeilter werden, wie Blei in den Regalen herum? Die Frage hat sich Christensen gestellt und fand eine ziemlich simple Antwort: Weil Unternehmen nicht darüber nachdenken, welchen „Job“ Produkte oder Dienstleistungen für den Kunden erledigen können.

Ich habe zum Einstieg in die „Jobs to be done“-Strategie das Buch „Besser als der Zufall“ (Plassen Verlag, ISBN 978-3-86470-501-4) gelesen und kann die Lektüre nur empfehlen. Und weil ich nicht nur Bücher sondern auch Buchhandlungen liebe: Wenn ihr das Buch kaufen wollt, dann bitte beim Buchhändler um die Ecke und nicht beim großen A. Denn das große A. ist nicht schneller und auch nicht billiger als der Händler. Aber der Händler zahlt Steuern, und das auch noch in eurer Gemeinde/Stadt.

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„Besser als der Zufall“

13. Februar 2019